Gehört den digitalen Schauspielern die Zukunft?

Wir leben in einer Zeit, in der sich am Computer animierte Charaktere kaum noch von echten Menschen unterscheiden lassen. Ganz gleich ob die Bewegungen der Lippen beim Sprechen oder das Flattern von Haaren im Wind, alles kann beliebig angepasst werden. Zudem kosten diese Charaktere im Gegensatz zu Schauspielern auch keine Gehaltsgage. Führt dies vielleicht auf Dauer sogar dazu, dass Computeranimationen die echten Schauspieler komplett ersetzen könnten?

Nun ausgeschlossen werden kann dies zwar gänzlich keineswegs, jedoch ist dies vom heutigen Standpunkt aus, zumindest recht unwahrscheinlich. So können computeranimierte Charaktere nicht mit dem natürlichen Charisma eines Dwayne Johnson aufwarten, die sich dieser Schauspieler der aufstrebenden Generation über die Jahrelange Erfahrung vor der Kamera aufgebaut hat.

Computeranimierte Charaktere besitzen dagegen keine eigene Persönlichkeit und Sie lernen auch nicht in der Form wie ein Mensch dazu fähig ist. Jede noch so einfache Aktion, muss von einem Mitarbeiter am Computer für die jeweilige Szene erstellt werden, sodass bei aufwendig zu animierenden Charakteren nicht selten mehrere solcher Mitarbeiter parallel an den verschiedenen Szenen arbeiten.

Menschliche Schauspieler sind dagegen in der Lage aus Ihren Fehlern vor der Kamera zu lernen und sich daraufhin in der Folge gezielt zu verbessern. Das mehrfache Drehen einer Szene mag nicht immer der größte Spaß sein, doch dauert das Drehen einer Einstellung in der Regel auch nicht so lange wie manche vermeintlich einfach anmutende Animation am Computer.

Etwas das digitale Charaktere Ihren menschlichen Vorbildern voraushaben, ist deren Wandlungsfähigkeit. So erscheinen diese im Film ganz wie vom Leitenden-Produzenten gewünscht. Echte Schauspieler dagegen Trainieren nicht selten Monate lang auf eine anstehende Rolle hin, wobei sie Situationsbedingt abnehmen, zunehmen oder Muskelmasse auf-/abbauen. Andere trainieren wiederum verschiedene Kampfsportarten oder die eigenen Schießfertigkeiten, um für die anstehende Rolle vorbereitet zu sein.

Und noch etwas haben diese erschaffenen Charaktere Ihren Menschlichen Pendants voraus, sie überleben uns alle. „In dem 2016 erschienen Film „Rogue One: A Star Wars Story“ , kehrten auf diese Weise unter anderem Charaktere aus dem Jahre 1977 auf die Leinwand zurück. Und sie sahen dabei selbstverständlich genauso aus wie damals. Darunter auch bereits verstorbene Schauspieler.

Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass schon bald Bud Spencer und Terrance Hill erneut auf der großen Leinwand gemeinsam die Fäuste fliegen lassen. Allein schon aus urheberrechtlicher Sicht wäre ein derartiges Projekt eine große Herausforderung für die Macher eines solchen Films.

Und das ist auch gut so, gibt es doch ausreichend vielversprechenden Nachwuchs unter den heutigen Schauspielern. Und diese nutzen nicht selten auch die Popularität heutiger Serien dazu, um sich zu Beginn einen Namen unter den Zuschauern zu machen.

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