Unterschiede zwischen Film- und Serienproduktion

Serien haben sich in den vergangenen Jahren von einer Randerscheinung für Liebhaber bestimmter Serien zu einem Massenphänomen gehandelt. „Netflix and Chill“ ist heutzutage Programm und Streaming Dienste wie eben Netflix haben auch Ihren nicht unerheblichen Anteil daran, dass Serien wieder mit Begeisterung geschaut werden. So hat der Zuschauer bei diesen Anbietern die Möglichkeit, sämtliche Episoden einer Serie zu jeder Zeit beliebigen Zeit abzurufen. Im Gegensatz zu früher, wo derartige Möglichkeiten nicht vorhanden waren und man schnell Gefahr lief, eine Folge seiner Lieblingsserie zu verpassen. Doch inwieweit unterscheidet sich die Produktion einer Serie von einer Filmproduktion?

Filmproduktion
Die Produktion eines Kinofilms veranschlagt in der Regel zwischen 20 und 100 Drehtagen, an denen die benötigten Aufnahmen durchgeführt werden. Danach folgt die Postproduktion, zu der neben dem Schnitt auch die digitale Nachbearbeitung am Computer oder die musikalische Untermalung gehört. Die anschließende Veröffentlichung eines Films im Kino erfolgt unter anderem auf der Grundlage marketingrelevanter Überlegungen. Im Anschluss daran geht es zum Abschluss an die Verwertung der Veröffentlichungsrechte für DVD und Blu-ray Veröffentlichung sowie das Aushandeln von Erstausstrahlungsrechten fürs Fernsehen. Auch Erträge aus den Verkäufen von Merchandise-Artikeln fließen in die Rechnung mit ein und entscheiden mit darüber, ob sich der Film für dessen Macher finanziell auszahlt und diesen einen Gewinn beschert.

Serienproduktion
Die Drehtage, die für die Staffel einer Serie veranschlagt werden, variiert ebenfalls stark und hängt zudem von der Anzahl zu drehender Episoden ab. Dafür kann sich die bei einigen Serien hohen Anzahl an Staffeln auf Dauer, mit der Zeit äußerst positiv auf das Zusammenspiel der beteiligten Schauspieler auswirken. Wie für einen Kinofilm werden auch die Aufnahmen einer Serie im Anschluss an die Dreharbeiten am Computer aufbereitet und mit Effekten versehen. Je nach Art der Serie kann dies schon mal deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Denn wenn zum Beispiel Drachen oder ganze Horden von Zombies im Anschluss an die Dreharbeiten nachbearbeitet oder gar erst hierfür erschaffen und animiert werden müssen, dauert dies eben seine Zeit. Zeit, die den Machern allerdings häufig fehlt, denn oft kehren erfolgreiche Serien wie „The Walking Dead“ zu festgelegten, seit Jahren etablierten Zeiten auf die Bildschirme zurück. Und oft wird das Startdatum einer neuen Staffel bereits Monate im Voraus bekannt gegeben. Ob eine Serie schlussendlich als erfolgreich eingestuft wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So unter anderem von den Zuschauerzahlen im Pay-TV sowie den selbigen im Free-TV. Daneben fließen auch die Gewinne der verkauften Merchandise Artikel sowie der Rechteverwertung für die Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray mit in die Erfolgsrechnung ein. Und in der heutigen Zeit spielen auch die Meinungen in den sozialen Medien einen Aufschluss über die Meinung der Zuschauer zu einer Serie. Bei anhaltender Beliebtheit einer Serie, können deren Einnahmen solchem, die mit Filmen erwirtschaftet werden somit in jedem Fall sehr nahekommen wenn nicht sogar übertrumpfen.

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